Die Elektrifizierung des Rennrads

Auf der Eurobike hat Canyon in diesem Jahr ein Rennrad gezeigt, das kein E-Bike ist und trotzdem einen Akku im Unterrohr trägt. Radar, Kameras, ein Display im Lenker, Sensoren im Rahmen. Ein zweites Modell ist schon zu kaufen. Bei diesem Gravelbike lädt ein Nabendynamo einen Akku im Rahmen, der Front- und Rücklicht versorgt und per USB-C das Handy oder den Radcomputer. Beides zeigt in dieselbe Richtung: Das Bordnetz wird Standard.

Am E-Bike gibt es das schon. Motor, Licht, Display hängen an einem zentralen Akku. Längst überfällig, dass jetzt auch Räder ohne Motor damit ausgestattet werden. Denn fast alles an einem modernen Rennrad braucht Strom. Egal ob Powermeter, Licht, Schaltung, Radcomputer oder Sensoren. Bisher alle durch Knopfzellen und Einzelakkus versorgt, teilweise mit unterschiedlichen Ladekabeln. Und vor jeder langen Ausfahrt stellt sich dann die gleiche Frage: Habe ich alle Geräte geladen oder doch noch eins vergessen?

Würden alle Geräte zentral versorgt, könnten sie kleiner, leichter, günstiger und nachhaltiger werden.

Ein Kabel, ein Akku, eine Sorge weniger. Vermutlich wird man sich in ein paar Jahren fragen, warum das so lange gedauert hat.